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EmpCo einfach erklärt

Von  Digitalisierungsoffensive Donauregion Zuletzt aktualisiert am: 27.08.2026 um 14:50

Alle reden plötzlich über Greenwashing, Nachhaltigkeitsclaims und neue EU-Vorgaben wie EmpCo. Hier geben wir dir einen kompakten Überblick, warum sich Nachhaltigkeitskommunikation im Tourismus gerade verändert und was das für touristische Betriebe bedeutet.

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EmpCo einfach erklärt

Was macht eine Nachhaltigkeitsaussage eigentlich glaubwürdig und warum geraten Begriffe wie „klimafreundlich“ oder „nachhaltig“ zunehmend in den Fokus neuer EU-Vorgaben? Hier bekommst du einen ersten praxisnahen Einstieg in die EmpCo-Richtlinie.

Die sogenannte Empowering Consumers Directive, kurz EmpCo, ist eine neue EU-Richtlinie gegen irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Die Vorgaben müssen von den EU-Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. Ab September 2026 sollen die neuen Regelungen dann für Unternehmen gelten, die gegenüber Verbrauchenden mit Umwelt- oder Nachhaltigkeitsaussagen werben.


Zusammenfassung des Videos

Was gilt künftig als problematisch?

Die EmpCo-Richtlinie betrifft Unternehmen, die gegenüber Verbrauchenden mit Umwelt- oder Nachhaltigkeitsaussagen werben. Für touristische Betriebe in Deutschland und Österreich kann das an vielen Stellen relevant werden: auf der eigenen Website, in Buchungsstrecken, auf Social Media, in Broschüren oder in Angebotsbeschreibungen. Aussagen wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“, „klimaneutral“ oder „CO₂-kompensiert“ sollen künftig konkreter und nachvollziehbarer kommuniziert werden.

Wichtig ist dabei: EmpCo verbietet Nachhaltigkeitskommunikation nicht. Problematisch wird es vor allem dann, wenn Aussagen sehr allgemein bleiben, nicht ausreichend belegt werden oder einen falschen Eindruck vermitteln können. Für Gäste soll klarer erkennbar werden, worauf sich bestimmte Aussagen tatsächlich beziehen und welche Maßnahmen konkret dahinterstehen.

Klimaneutralität, Kompensation und Zukunftsversprechen

Besonders sensibel sind Aussagen rund um Klimaneutralität oder CO₂-Kompensation. Wenn ein Angebot als „klimaneutral“ dargestellt wird, obwohl dies überwiegend auf Kompensationszahlungen basiert, kann das künftig problematisch werden. Verständlicher ist es, konkret zu erklären, welche Emissionen tatsächlich reduziert werden, welche unvermeidbaren Emissionen kompensiert werden und wie dies geschieht.

Auch langfristige Nachhaltigkeitsziele geraten stärker in den Fokus. Aussagen wie „klimaneutral bis 2030“ oder „wir werden vollständig nachhaltig“ benötigen künftig nachvollziehbare Maßnahmen und realistische Umsetzungspläne.

Was bedeutet das für Labels und Siegel?

Auch Nachhaltigkeitssiegel und Umweltlabels spielen unter EmpCo eine wichtige Rolle. Für Gäste ist heute oft schwer erkennbar, wer hinter bestimmten Labels steht oder wie glaubwürdig einzelne Standards tatsächlich sind.

Künftig sollen Nachhaltigkeitssiegel transparenter und nachvollziehbarer gestaltet werden. Selbst entwickelte Logos oder sehr allgemeine Umweltlabels ohne erkennbare Kriterien können dadurch problematisch werden.

Für touristische Betriebe in Deutschland und Österreich lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf bestehende Claims, Labels und Nachhaltigkeitsaussagen in der eigenen Kommunikation.


Weiterführende Links:

  • Österreich Werbung - EmpCo-Leitfaden für die Tourismus-Branche: Hier klicken
  • DTV - Handlungsleitfaden zur EmpCo-Richtlinie: Hier klicken 
  • e-recht24 - Pflichten gegen die Bekämpung von Greenwashing: Hier klicken
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Wissenscheck: Nachhaltigkeitskommunikation unter EmpCo

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